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Kodak Ektachrome 100D mit 10 Kameras getestet

Wir haben den Kodak Farbumkehrfilm Ektachrome 100D in zehn Super-8-Kameras getestet. Nur drei der verwendeten Modelle können die ISO/ASA 100 des Materials korrekt lesen (Leicina Special, Nizo 2056, Beaulieu 4008 ZM4). Alle sieben weiteren Modelle lesen zwischen ISO/ASA 40 und 64. Trotzdem ist die Helligkeit der Szenen ausreichend und die Farben sind leuchtend. Offenbar spielt es keine Rolle mehr, ob die Kamera die ISO/ASA-Zahlen korrekt lesen kann. Das ist der große Vorteil des neuen Materials: Es macht so gut wie alle Kameras nutzbar. Um dies fehlerfrei zu verifizieren, haben wir aus den unterschiedlichen Kameraklassen diverser Anbieter je ein Modell ausgewählt. Die Ergebnisse einer Bauer C4 lassen sich zum Beispiel auf die Modelle C6 und C8 übertragen, bei der Nizo 561 macro sind sie auf alle Modelle mit Belichtungsmesserbatterie dieser Serie übertragbar.

Wir haben den Ektachrome in der Nizo 561 macro mit den korrekten, früheren 1,35 V Batterien belichtet und auch einen Versuch mit den jetzt erhältlichen 1,5 V Batterien unternommen. Eigentlich müsste dies zu gut einer Blende Fehlbelichtung führen. Das ist dem Film jedoch kaum anzusehen.

Selbst ein versehentlich eingeschwenktes Konversionsfilter wie bei der Agfa Microflex 200, die keinen Schalter für Tageslicht/Kunstlicht hat, kann den Film nicht aus der Balance bringen. Zwar sind die Bilder leicht rotstichig, aber durchaus verwendbar. Bei der Agfa Microflex muss eine Schraube in ein Gewinde gedreht werden, um das Konversionsfilter auszuschwenken. Sie erkennt die entsprechende Kodierung des Films nicht.

Hinsichtlich des Korns erscheint uns das Material feinkörniger als der frühere Ektachrome 64T, aber leicht körniger als der bis vor acht Jahren vertriebene Ektachrome 100D. Hier sind weitere Tests erforderlich, um Genaues zu sagen.

Der Filmstreifen lief in allen Fällen ohne Beanstandung durch die Kameras. Der hier gezeigte Film wurde weder hinsichtlich Helligkeit noch in den Farben oder beim Bildstand korrigiert. Die Aufnahme erfolgte mit 18 Bildern pro Sekunde, die Abtastung mit 25 Bildern pro Sekunde. In der Projektion erschienen uns die Szenen mit mehr Leuchtkraft. Dies mag mit der Abtastung zusammenhängen.

Neben den Super 8 Kassetten gibt es den Film auch als 16-mm-Material.